OF COLOURS auf dem Traffic Jam 2022

Punk-Rock-Rap aus dem deutschen Norden

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„Leben bedeutet Voranschreiten. Wir entwickeln uns jeden Tag in unserem Leben weiter. Während wir uns aber beständig verändern, schafft es das Umfeld manchmal nicht schrittzuhalten und Beziehungen enden – während andere wiederum bestehen bleiben und wachsen. Das Einzige, was dich in diesem ständigen Umbruch über Wasser hält, ist, zu erkennen, wer du bist und aufrichtig zu dir selbst zu sein. Manchmal müssen wir einfach loslassen und Menschen gehenlassen, um uns selbst nicht zu verlieren. Denn wir selbst sind das Wichtigste, was wir haben.“ – Jan Brendel, OF COLOURS Veränderung ist ein Faktor, der bei jeder Band anlässlich jeder neuen Veröffentlichung beschworen wird, selbst wenn man sie mit der Lupe suchen muss. Bei OF COLOURS ist die Sachlage allerdings eine gänzlich andere: Das radikal neu gestaltete Selbst ist nicht nur in jedem Ton hörbar, die Kompromisslosigkeit, ausschließlich den eigenen Weg zu gehen, lässt sich auch am optischen Erscheinungsbild der Band eindeutig ausmachen. Bereits bei ihrem ersten Album „Entelechy“ (2018, Redfield Records) konnte man die technische Versiertheit und die Ambitionen von OF COLOURS klar erkennen, allerdings hatten sie ihren Kern weder inhaltlich noch emotional final definiert. Dafür musste die Band um Sänger Jan Brendel und Gitarrist Alex Rizopoulos, der nun auch den Clean-Gesang übernommen hat, noch eine ganze Menge Leben erfahren und gänzlich neue Ansprüche an die eigene Kunst formulieren.
Bei den neuen Songs „Brand New Past“ und „Fearless“ genauso wie bei dem übrigen neuen Material, das 2022 als Album erscheinen wird, geht es OF COLOURS nicht mehr nur um technische Perfektion, sondern viel mehr auch um musikalische Kontraste und eine entsprechend gestiegene Bandbreite. Außerdem werden die Dinge, die es anzusprechen gilt, nicht mehr kunstvoll verpackt, sondern klar und deutlich angesprochen, da dies dem Naturell der Band schon immer mehr entsprochen hat – großes Herz und großes Maul. „Hier gibt‘s richtig auf die Fresse“, konstatiert Alex. „Wir können aber auch mühelos das Gegenteil. Wir haben einfach keinen Bock mehr darauf, in fixen Genre-Grenzen zu denken und möchten diese immer weiter hinter uns lassen. Scheiß auf Schubladen, ob in Sachen Musik oder gesellschaftlich. Das setzt dir nur Grenzen im Kopf, die dich behindern und nicht so entfalten lassen, wie du es eigentlich könntest.“

Aber nicht nur neue Aufgabenverteilungen und personelle Ab- oder Zugänge haben das Gesicht von OF COLOURS verändert. Jan verarbeitet mit dem neuen Material seine Transidentität. Hinter ihm liegt – ohne Frage – die intensivste, kräftezehrendste Zeit seines Lebens, an deren Ende
eine tiefgreifende Erkenntnis steht: „Wir sind viel mehr als die Identität, die uns wie selbstverständlich von außen zugewiesen wird, und noch viel mehr als die damit einhergehenden Erwartungen. Diese Erkenntnis ist das Beste, was mir je passieren konnte und der Befreiungsschlag, der mich wirklich gerettet hat.“
Sowohl ‚Brand New Past‘ als auch ‚Fearless‘ sind wahrlich ein Befreiungsschlag. „So verschieden die Songs auch klingen, so vereint sind sie in ihrer gnadenlosen Message“, erklärt Jan. „Wir werden im Laufe unseres Lebens mit vielen Erwartungen konfrontiert, die uns immer wieder in
die Ecke drängen und dazu bewegen wollen, uns selbst und unsere eigenen Gefühle in den Hintergrund zu drängen. Es geht bei den beiden Songs explizit um die Befreiung von diesen Erwartungen. Es geht um die Rückbesinnung auf das eigene Gefühl, um das Wiedererlernen, die eigenen Emotionen deuten zu können. Von dort aus entstehen Entscheidungen, die nach außen gnadenlos und vielleicht nicht nachvollziehbar erscheinen, aber sie sind unverzichtbar für
das eigene Überleben.“

OF COLOURS gehen mit ihren neuen Songs hart mit sich ins Gericht: Unangenehm, alternativlos und gleichzeitig heilsam bleibt nichts unausgesprochen. Jeder Kampf wird bis aufs letzte ausgetragen.
Nur so kann man wachsen und die nötige Stärke entwickeln, um alles zu bewältigen, was Tag für Tag auf einen hereinprasselt. Jan fasst den Anspruch von OF COLOURS zusammen: „Veränderung als Grundzustand, normalisiert das Überdenken. Ein plötzlicher Sinneswandel darf kein Stigma sein. Sei offen und hör verdammt noch mal zu! Das Leben ist schon kompliziert genug,
also lass Dich nicht von Dingen überwältigen oder vereinnahmen, die du nicht fühlst oder nicht willst. Und nur weil etwas immer schon so war, bedeutet das nicht, dass du dich für immer damit herumschlagen musst.“

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