VENUES auf dem Traffic Jam 2022

Modern-Metal aus Stuttgart

Ausgerechnet aus ihrer bisher größten Krise geht die Stuttgarter Band VENUES gestärkt hervor. Der Ausstieg von Sängerin Nyves mitten in der Tourphase zu ihrem bemerkenswerten Debütalbum »Aspire« (2018) hat Stuttgarts Modern-Metal-Aushängeschild hart getroffen. Aber davon hat sich die Band nicht unterkriegen lassen, die nach Jahren des Findens und Wachsens erstmals ihr Potenzial hat durchschimmern lassen. Sie begaben sich auf die Suche und sie fanden Ersatz – ausgerechnet auf einem Steel-Panther-Konzert. 
 
Dort erlebt Gitarrist Constantin wie eine junge Frau namens Lela auf die Bühne steigt und eine Nummer mit den Schwerenötern singt. Als hätte sie nie etwas anderes getan. Er zeichnet den Auftritt begeistert auf und die beiden kommen nach der Show ins Gespräch. Schon bei der allerersten gemeinsamen Probe war klar: Lela harmoniert perfekt mit der Band!
 
Für ihr aktuelles Album »Solace« (2021) begaben sich die 5 in die vertrauensvollen Hände von Christoph Wieczorek (Annisokay), der VENUES in seinem Studio in Halle eine metallene Legierung von erstaunlicher Präzsion verpasst. Jede Note, jedes Riff, jeder Akkord von »Solace« sprüht vor Melodie und Härte, Metal und Alternative-Rock-Aroma, Zeitgeist und Authentizität. Zwei Wochen verbrachte die Band im August 2020 im Studio und beweisen mit »Solace«, dass sie die Versprechen die sie mit »Aspire« gegeben haben nicht nur halten, sondern sogar noch übertreffen.  Der Sound ist dick und die Songs sitzen. Mit Robins gesanglichem Furor und der puren, ungezügelten Blues-Poser von Lela hebt die Band ihr Niveau auf eine vollkommen andere Stufe. Wo »Aspire« noch einige poppige Anklänge hatte, wurde bei »Solace« bewusst in die Gegenrichtung nachjustiert. 
 
Der Schritt von »Aspire« zu »Solace« ist groß, aber nachvollziehbar. VENUES sind endgültig zu einer Band geworden, zu einer verschworenen Einheit, komplettiert vom neuen Gitarristen Valentin und befeuert von Zeitgeist, Tatendrang und Tiefgang.
 
Alle reden immer von Key Tracks. VENUES liefern einfach zehn Gegenbeispiele. Jeder Song sitzt, der Druck steigt, noch intensiver und alles würde uns um die Ohren fliegen. Wuchtig und monumental geht es in ‚Rite Of Passage‘ zu, ein sehr persönlicher Song, in dem die Beziehung zum eigenen Vater aufgearbeitet wird. Dieser Refrain ist gemacht für Arenen, für tausende emporgereckte Fäuste. Die rasiermesserscharfe Härte von ‚Shifting Colours‘ geht runter bis auf die Knochen, heimlicher Favorit der Band ist das hymnische ‚Uncaged Birds‘, der erste Song, den die neue Konstellation aufnahm. Große Melodie, umwerfende Gesangsduelle, fiebrige Riffs und Blasen schlagende Energie – hier tritt ein Trademark-Sound hervor, an dem sich künftige Songs messen lassen müssen. 
 
Zehn Songs, zehn Exorzismen negativer Energie, zehn Lebensretter – bevor die letzten Töne des kämpferischen, zupackenden ‚Mountains‘ verklungen sind, weiß man: Das hier ist der neue Goldstandard in der Welt kontemporärer Metal-Kunst, ein Gesellenstück, das VENUES in einer gerechten Welt im Stechschritt die Karrieretreppe hochmarschieren lassen wird. Später werden wir hoffentlich dann sagen können: Also, wir wussten ja immer, dass die mal so groß werden.
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